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Neue Berufsfachschule am Klinikum Augsburg feierlich eingeweiht
Neues in Augsburg - Leserartikel und Meinungen
Donnerstag, den 30. September 2010 um 18:02 Uhr
Klinikum AugsburgNeue Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten

AUGSBURG: Am 29. September haben Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl als Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikums Augsburg und Vorstand Alexander Schmidtke die neue Berufsfachschule für Operationstechnische Assistenten (OTA) feierlich eingeweiht. Ab dem 1. Oktober treten 20 Schüler ihre dreijährige Ausbildung an, um als Spezialisten im Operationsbereich, in der Endoskopie, in verschiedenen Ambulanzen oder in der Sterilisation nah am Patienten zu arbeiten. „Jeder Ausbildungsplatz stärkt die Wirtschaftsregion“, betonte Dr. Kurt Gribl in seiner Ansprache. Am Klinikum Augsburg sind derzeit rund 500 Auszubildende in verschiedenen Berufsbildern beschäftigt.


Der Aufgabenschwerpunkt eines Operationstechnischen Assistenten liegt in der sach- und fachgerechten Ausstattung diverser Operationen mit Instrumenten und in der Unterstützung des operierenden Teams. Darüber hinaus gehören Tätigkeiten wie Organisation und Koordination eines reibungslosen Arbeitsablaufes, das sach- und fachgerechte Vor- und Nachbereiten von Materialien, Geräten und Instrumenten sowie die Durchführung der Desinfektions- und Hygienemaßnahmen in der Operationsabteilung zu ihren Aufgaben.

„Es ist eine richtungweisende Entscheidung, in diese Spezialausbildung zu investieren“, so Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke. Denn bislang waren Gesundheits- und Krankenpfleger mit einer zweijährigen Zusatzausbildung notwendig, um die Aufgaben im OP zu übernehmen. Die neuen Operationstechnischen Assistenten können in kürzerer Zeit noch zielgerichtet und spezialisierter wie im angloamerikanischen Raum oder in der Schweiz für ihren Beruf im Operationssaal vorbereitet werden. Denn ein „Höchstmaß an Sorgfältigkeit und Verantwortung“, wie Prof. Dr. Klaus Wölfle, der ärztliche Leiter der OTA-Berufsfachschule erklärte, zeichnet die Schüler ebenso aus wie die Zuwendung zu den Patienten. Er selbst will „ein Fürsprecher der jungen Kollegen sein“ und die Fachlichkeit der Ausbildung durch die Wahl der Dozenten gemeinsam mit Schulleiterin Gabriele Staß garantieren.

Pflegedirektor Johannes Wilhelms freut sich sehr, dass die angehenden Operationstechnischen Assistenten nun am Klinikum Augsburg ausgebildet werden können, zumal bereits ausgebildete Operationstechnische Assistenten in den verschiedenen Abteilungen des Hauses an der Patientenversorgung mitwirken. Aber nicht nur am Klinikum selbst ist der Bedarf an Spezialisten für den Operationssaal groß. Auch andere Krankenhäuser aus dem Regierungsbezirk Schwaben beteiligen sich an der neuen Berufsfachschule. Die Kosten werden gemeinsam getragen. Die 20 Schülerinnen und Schüler kommen aus den Kliniken Ostallgäu, den Kliniken an der Paar (Aichach und Friedberg), aus den Wertachkliniken Bobingen und Schwabmünchen sowie aus dem Augsburger Diakonissen-Krankenhaus und nicht zuletzt aus dem Klinikum Augsburg selbst. „Die neue Berufsfachschule für Operationstechnische Assistenten ist damit ein weiterer Baustein zum regionalen Zusammenwirken der Gesundheitsfürsorge im Sinne aller Patienten aus Schwaben“, betont Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke. Ziel ist es zudem, die staatliche Anerkennung des Berufsbildes – das bereits von den Fachgesellschaften befürwortet wird – zu erreichen.

Der Unterricht zum Operationstechnischen Assistenten wechselt zwischen Theorie und Praxis, wobei ein besonderer Schwerpunkt mit über 3.000 Ausbildungseinheiten auf die praktische Ausbildung in verschiedenen Einsatzbereichen wie u.a. Viszeralchirurgie, Traumatologie, Urologie oder Gynäkologie sowie fakultativ weitere chirurgische Fachbereiche gelegt wird. Zu den Inhalten der 1.600 Unterrichtsstunden in den theoretischen Grundlagen zählen insbesondere Anatomie und Physiologie, Hygiene sowie auch Berufsfach- und Gesetzeskunde.

Weitere Informationen rund um die Ausbildungsangebote am Klinikum Augsburg gibt es auf www.klinikum-augsburg.de.

Am Klinikum Augsburg engagieren sich rund 5.300 Mitarbeiter, davon allein 1.800 in der Pflege und rund 500 Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Berufsfeldern des Gesundheitswesens sowie in kaufmännischen Berufen. Mit über 4.000 Mitarbeiterinnen ist das Klinikum der größte Arbeitgeber für Frauen im Regierungsbezirk Schwaben. Jedes Jahr werden rund 230.000 Patienten behandelt und zugleich stellt das Klinikum Augsburg die Gesundheitsvorsorge für die Region mit rund zwei Millionen Bürgern sicher.
Hinweis: Bitte auf das Bild klicken, um es zu vergrößern
Klinikum Augsburg

v.l.n.r:
Pflegedirektor Johannes Wilhelms, Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke und Prof. Dr. Klaus Wölfle, ärztlicher Leiter der OTA-Schule (re. im Bild) gratulieren Pflegedienstleiterin und Schulleiterin Gabriele Staß

Klinikum Augsburg im OP

OTA-Schülerin im OP

Hinweis: Dieser Artikel wurde nicht von unserer Redaktion verfasst.
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